Ankündigung 15 Jahre Entomofaunistische Inventarisierungen in ST

Am 8. Oktober 2022 ab 10:00 Uhr findet in der Biosphärenreservatsverwaltung Karstlandschaft Südharz, Roßla, eine Tagung zum Abschluß des dreijährigen Projektes "Westlicher Südharz". Nähere Infos!

 

Eine Baumwanze auf Beutejagd

Wenn sich die Enkelkinder bei den Großeltern aufhalten, wollen sie natürlich ständig beschäftigt werden. Etwas leichter fällt es dann diesen dieser Aufagabe nachzukommen, wenn ein Spielplatz in der Nähe ist. Da dies der Fall war, besuchte ich am 22. April 2014 mit unserem neunjährigen Enkel den Kinderspielplatz in der Schulstraße in Stendal, Ortsteil Röxe, MTB-Q 3437/1. Während unser Enkel alle Spielgeräte intensiv ausprobierte, nutzte ich die Gelegenheit, um die auf dem Spielplatz ausreichend vorhandenen Büsche und Bäume nach Insekten abzusuchen. An einem Baumast entdeckte ich eine recht große Wanze und einen Marienkäfer. Erst bei genauem Hinsehen erkannte ich, dass die Wanze mit ihrem Rüssel den Marienkäfer angestochen und aufgespießt hatte, um ihn auszusaugen.

Baumwanze Strobl 58FD

Viele Wanzen ernähren sich von Pflanzensäften oder saugen Früchte aus. Wie zu sehen ist, bevorzugen einige auch tierische Kost und machen Jagd auf andere Insekten oder deren Larven. Obwohl die Marienkäfer durch ihre Sekrete, die sie bei Gefahr absondern, einen schlechten Geruch oder Geschmack aufweisen, scheint das die Wanzen nicht zu stören. Viele Wanzen, so auch die Baumwanzen und ihre Larven, gehören zu den räuberisch lebenden Exemplaren in der Insektenwelt.

Der Fang der Wanze gelang jedoch nicht, da sie durch das Fotografieren schon beunruhigt war und plötzlich davonflog. Den Marienkäfer lies sie Fallen.

Text und Foto: Peter Strobl, Stendal